Deutschland muss jetzt handeln, um die Innovationsführerschaft bei Vehicle-to-Grid zu behalten

10. Januar 2024|Las Vegas

Deutschlands führende Vehicle-to-Grid (V2G) Anbieter präsentieren die gesamte Ladekette vom Auto bis ins Stromnetz auf der internationalen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas

  • Gemeinsam präsentieren Ambibox, EcoG und The Mobility House die verschiedenen Komponenten von Vehicle-to-Grid (V2G) an einem Stand auf der internationalen Consumer Electronics Show (CES).   
  • Um den Ausbau von V2G in Deutschland voranzutreiben, braucht es die Gleichstellung von mobilen zu stationären Speichern, d.h. den Entfall der Doppelbelastung bei Netzentgelten, einen vereinheitlichten Anmeldeprozess und aktualisierbare Ladeinfrastruktur. 
  • Seitens der deutschen Bundesregierung wird V2G durch die Anwesenheit des Bundesministers für Digitales und Verkehr Volker Wissing auf der CES unterstützt. 

Die Vehicle-to-Grid-Technologie gewinnt auf der CES Aufmerksamkeit durch führende deutsche Unternehmen wie Ambibox, EcoG und The Mobility House. Das Thema wird von der aktuellen Bundesregierung seit dem Koalitionsvertrag gefordert. Auf der Messe erhalten die drei Unternehmen direkte Unterstützung vom Bundesminister für Digitales und Verkehr, Volker Wissing. Die Entwicklungen des letzten Jahres unterstreichen das Potential von V2G für den Energiemarkt und den Klimaschutz. Einige Automobilhersteller wie z.B. Volkswagen kündigen zudem an, bidirektionales Laden in ihre Modelle zu integrieren. 

V2G-Kernkomponenten im Fokus 

Auf der CES 2024 stellen die drei Unternehmen nun gemeinsam im German Pavillon (Stand 55439) die für V2G relevanten Puzzleteile vor: Das Technologieunternehmen EcoG stellt ein Betriebssystem und Referenzdesign für bidirektionale Wallboxen vor. Dieses System verknüpft die Hardware des Ladestations- und Heimenergiemanagementsystem-Herstellers Ambibox mit der Technologie von The Mobility House, die die Fahrzeugbatterien am Energiemarkt vermarktet.

Energiewende und Netzstabilität dank V2G   

Vehicle-to-Grid oder bidirektionales Laden birgt enormes Potenzial für die Energiewende und die Netzstabilität. Millionen dezentrale, vernetzte E-Fahrzeuge könnten künftig einen riesigen Schwarmspeicher bilden und einen flexiblen Ausgleich zu den volatilen Energiequellen Wind und Sonne schaffen, mit reduziertem Netzausbau und ohne Komforteinbußen für die Fahrer:innen. So kann der Einsatz von fossilen Kraftwerken minimiert werden, die bisher einen Großteil der Flexibilität gewährleisten. E-Fahrzeuge werden somit auch zu einem integralen Bestandteil des Klimaschutzes: Denn ihr Einsatz vermindert nicht nur CO2-Emissionen in der Mobilität, sondern auch in der Stromerzeugung. 

Ambibox, EcoG und The Mobility House fordern folgende Punkte, um die Innovationsführerschaft für V2G/bidirektionales Laden in Deutschland beizubehalten: 

  • Gleichstellung von mobilen Speichern bei der Abgabenbefreiung: Der energiesystemdienliche Einsatz von Fahrzeugbatterien sollte den stationären Speichern gleichgestellt werden. Dafür ist insbesondere die Netzentgeltbefreiung auf V2G zu erweitern.  
  • Vereinheitlichter Anmeldeprozess: Deutschland muss daran arbeiten, V2G einfach beim Netzbetreiber anmelden zu können. Derzeit sind es über 800 verschiedene Netzbetreiber, die vielfach individuelle Anmeldeverfahren haben.  
  • Aktualisierbare Ladeinfrastruktur: Um während des Rollouts von V2G die Rahmenbedingungen anpassen zu können, benötigt es DC-Ladesysteme, die über Software-Updates dem Netzanschluss angepasst werden können und so ISO 15118-20 gemäß den Anwendungsrichtlinien der CharIN entsprechen.

Über Ambibox:  

Ambibox entwickelt und produziert bidirektionale Wallboxen sowie Energiemanagementsysteme, die Vehicle-2-Grid- und Vehicle-2-Home-Anwendungen ermöglichen. Als Vorreiter der bidirektionalen Ladetechnik hat es das Unternehmen erstmalig geschafft, ein Auto unter Realbedingungen und Einhaltung des aktuellen Industriestandards ISO-15118-20 zu be- und entladen.  

Das Unternehmen aus Mainz entwickelt in enger Zusammenarbeit mit vielen Fahrzeugherstellern weltweit Hard- und Softwarelösungen, die bidirektionales Laden ermöglichen. Dabei bettet Ambibox die DC-Wallboxen in ein Gesamtsystem aus Photovoltaik, Batterie, Ladestation, Wärmepumpe und Energiemanagementsystem ein. Die Auslieferung der birektionalen Wallboxen beginnt im ersten Quartal 2024. 

Über EcoG:  

EcoG ist der europäische Marktführer von Betriebssystemen für Schnellladestationen und stattet schon heute, zusammen mit 60 Systempartnern wie z.B. Infineon, über 30 verschiedene Produktionslinien von über 15 Herstellern aus. Darunter befinden sich DC Wallbox Modelle, die bidirektionales Laden ermöglichen.  

EcoG ist ein deutsch-amerikanisches Technologieunternehmen und wurde 2017 gegründet. Mit seinen Referenzdesigns, Ladecontrollern und Steuerungssoftware ist EcoG darauf spezialisiert, große Hersteller in die Lage zu versetzen, Produkte schnell und einfach auf den Markt zu bringen. Als Mitverfasser der Anwendungsrichtlinie des Industriestandards ISO-15118-20 und Sprecher von CharIN hat EcoG Pionierarbeit geleistet und das bidirektionale Laden mit verschiedenen Automobilherstellern erfolgreich getestet, um die Interoperabilität zwischen Infrastruktur und Fahrzeug sicherzustellen.   

Pressekontakte:

Ambibox: [email protected], +49 6131 633902 0 

EcoG: Mirjam Laubenbacher, Head of Communications, [email protected], +49 151 28209346

Pressekontakt The Mobility House

Manuela Niklasch

[email protected]+49 152 5695 72 83