Thomas Raffeiner spricht über das Ende der Ölzeit bei den TUM Speakers Series

2. Juli 2015 PR Unternehmen Schlagwörter: , 0 Comments

Auf der Podiumsdiskussion mit dem Thema „Transformation of the Global Energy Markets“, welche am 01. Juni 2015 an der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen der TUM Speakers Series stattfand, sprach Thomas Raffeiner, CEO und Gründer von The Mobility House (TMH), über das Ende des Ölzeitalters und seine Visionen für eine gelungene Energiewende. Besonders interessierte Studierende und andere aufmerksame Zuhörer konnte TMH für seine Position und Vision in Bezug auf die Transformation des Energiemarktes begeistern.

Nach der Eröffnung durch die Vizepräsidentin der TUM, Prof. Hana Milanov, welche die Bedeutung und Aktualität des Themas für die Gesellschaft und speziell für die Forschung an der TUM hervorhob, sprach Robert Flaechsig, Wirtschaftsberater von SKH Prinz Abdulilah bin Abdulaziz Al-Saud, zum Thema “Kingdom of Saudi Arabia: an approach for energy policies concerning sustainable power supply”, bevor als Höhepunkt der Veranstaltung die Podiumsdiskussion mit Visionären und Topmanagern der Energiebranche begann, welche von Hendrik Loven, Journalist und Moderator beim BR und der ARD geleitet wurde.

Neben Thomas Raffeiner als Vertreter von The Mobility House nahmen daran Ulrike Anders, CEO von TAL Transalpine Pipeline, und Philippe Boisseau, Mitglied des Executive Committees der TOTAL S.A. und Präsident des Bereichs Marketing & Services and New Energies teil.

Schon schnell zeigte sich: The Mobility House ist anders! Von der Wahl des Bühnenaufgangs über das Outfit und Auftreten bis hin zu den Ansichten und Visionen bezüglich einer Transformation der Energieindustrie wurden die Unterschiede zwischen den großen Ölkonzernen und einem grünen Start-Up wie TMH deutlich. Doch wer hier eine Diskussion zwischen David und Goliath erwartet hatte, wurde mit einer Debatte auf Augenhöhe überrascht. Für alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion bot sich die Möglichkeit ihre Sicht auf die Zukunft des Rohstoffes Erdöl darzulegen und die Strategie ihres Unternehmens diesbezüglich zu erklären sowie eine Abschätzung zur weiteren Entwicklung der Energieversorgung und eine Einschätzung der deutschen Energiewende abzugeben. Hierbei konnte jeder Teilnehmer erläutern, welchen Beitrag das eigene Unternehmen dazu liefert.

Thomas Raffeiner im Interview bei den TUM Speaker Series

Die Welt nachhaltig verändern mit der Energiewende

Es herrschte zwischen den Podiumsgästen große Einigkeit, dass es zukünftig eine Welt ohne Öl zur Energieversorgung geben muss und wird, wohingegen es erhebliche Differenzen bezüglich der Umsetzung dieser Idee gab. In seinen Ausführungen ging Thomas Raffeiner näher auf die fallenden Herstellkosten für Batteriespeicher, die immer günstiger werdende Solarstromerzeugung sowie neue, innovative Marktakteure ein, welche die Abkehr vom Ölzeitalter beschleunigen. Hier nannte er beispielhaft Solar City, ein Unternehmen, welches auf eine Idee des Tesla Gründers Elon Musk zurückgeht und seinen Kunden komplette Solarstromanlagen konzipiert, installiert sowie diese auf Wunsch finanziert und betreibt. Auch The Mobility House trage durch seine Ladestationen für Elektroautos bereits heute dazu bei, Mobilität ohne Abhängigkeit von Benzin und Öl zu ermöglichen.Während Herr Raffeiner hierdurch überzeugend erläuterte, warum das Ende des Ölzeitalters schon heute beginnen kann und muss, waren sich die Vertreter der Ölindustrie wenig überraschend einig, dass es bis zum Erreichen dieses Punktes noch Jahrzehnte dauern wird und es bis dahin vornehmlich wichtig sei, die Versorgung effizienter und ökologischer zu gestalten ohne die ökonomischen Aspekte zu vernachlässigen.

Die Wichtigkeit einer schnellen Abkehr vom Öl unterstrich Thomas Raffeiner mit einem Zitat von Sheikh Zaki Yamani, des zweiten Ölministers von Saudi Arabien, welcher gesagt hatte: “The Stone Age did not end for lack of stone, and the Oil Age will end long before the world runs out of oil.” Ein Satz, der beim Auditorium große Zustimmung fand und, wie sich in Gesprächen nach der Diskussion zeigte, vielen Zuhörern in Erinnerung bleiben wird. Während die Vertreter des Öls, Philippe Boisseau und Ulrike Anders, auf die Komplexität der Versorgung, die Schwierigkeiten einer Systemänderung und die Nöte von Entwicklungsländer und neuen Industrienationen die Versorgung sicherzustellen, hinwiesen, machte Thomas Raffeiner von TMH deutlich, dass es an der Zeit ist, die Bedenken über Bord zu werfen und statt zu zögern endlich aktiv zu handeln, weshalb er auch die Energiewende in Deutschland begrüßt und sie als großen Fortschritt sieht, da sie das Potenzial besitzt, die Welt nachhaltig zu verändern.

Auch wenn die Teilnehmer der TUM Speaker Series erwartungsgemäß ihren Positionen treu blieben, zeigte die Veranstaltung deutlich, wie unterschiedliche Marktteilnehmer mit dem Thema Energiewende umgehen und welche großen Unterschiede es in der Bewertung dieses spannenden Feldes zwischen Ölgiganten und einem grünem Start-Up wie TMH gibt.

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