6 Ausreden von Unternehmen gegen Elektroautos, die heute nicht mehr zählen

10. März 2017 Tobias Wagner Rund ums Laden des Elektroautos Schlagwörter: , , , , , 0 Comments

„Früher war alles besser.“ Wer hat das nicht schon einmal gedacht, als schlagendes Argument oder mit einem Seufzen hervorgebracht. Man musste sich früher einfach nicht zwischen tausenden Varianten ein und desselben Produktes entscheiden, keine aufwändigen Preisvergleich-Recherchen anstellen und ein Auto war sowieso zu nichts anderem als zum Fahren da. Ähnliches mag Fuhrparkleitern und Flottenbeauftragten in Unternehmen durch den Kopf gehen, die von den heutigen Möglichkeiten der Fuhrparkgestaltung förmlich erschlagen werden. Lag die Entscheidung früher noch in der Wahl zwischen Diesel oder Benziner, erweitern Gas, Hybrid und Elektro die heute infrage kommenden Antriebsarten. Moment mal – Elektroautos als Firmenwagen? Die haben doch kaum Reichweite, sind teuer und nur was für betuchte Großstadt-Ökos??

Falsch gedacht! The Mobility House hat für Sie 6 Ausreden gegen Elektromobilität in Unternehmen analysiert, die „früher“ mal funktioniert haben, heute aber mehr denn je ungültig sind. Erfahren Sie, warum Ihr Unternehmen bereits heute eine elektrische Flotte besitzen und nutzen sollte und warum der Umstieg auf Elektromobilität alles andere als kompliziert ist …

 1. Elektroautos sind teurer als konventionell angetriebene Fahrzeuge

Das Schlagwort lautet hier Total Cost of Ownership (TCO). Der Vergleich von Listenpreisen hinkt – am Ende kommt es darauf an, was ein Auto über die Nutzungsdauer wirklich an Gesamtkosten verursacht. Und hier punkten Elektroautos vor allem im Unterhalt mit niedrigen Wartungs- und Betriebskosten. Öl- oder Zahnriemenwechsel gibt es nicht mehr, der Verschleiß von Bremsen ist minimal und der Bezug von Ökostrom ist günstiger als das Tanken von fossilen Treibstoffen – und dank begrenzter Vorkommen kann Öl bekanntlich nicht günstiger werden. Der Vergleich ist natürlich abhängig von Fahrzeug und Einsatzprofil, aber es lohnt sich genauer hinzusehen.

Darüber hinaus gibt es unzählige Förderprogramme für Unternehmen, die einen Umstieg auch finanziell interessant machen. Werfen Sie einen Blick auf unsere Förderseite und sparen Sie viel Geld bei der Anschaffung – die Kolleginnen und Kollegen aus dem Controlling haben Sie damit schon auf Ihrer Seite. Der Staat legt bis zu 4.000 € Zuschuss beim Kauf eines Elektroautos oben drauf.

2. Für unser Einsatzgebiet gibt es nicht das passende Elektroauto

Es gibt sie, die Elektroautos, die seit Jahren beweisen, dass chronische Reichweitenangst keine Volkskrankheit sein muss. Doch heutzutage muss nicht zwangsweise ein Tesla-Schriftzug auf der Heckklappe symbolisieren, dass man mehr als 300 km reale Reichweite besitzt. Opel Ampera-e und Renault Zoe Z.E.40 zeigen, dass das Reichweitenthema im Jahr 2017 keines mehr ist. Zunächst sollte man aber im Detail analysieren, welche Strecken tatsächlich mit dem Auto pro Tag zurückgelegt werden – Sie werden überrascht sein. Falls doch alle Stricke reißen, gibt es für längere Strecken noch die Alternative des Plug-in-Hybrids, der das vermeintlich Beste aus beiden Antriebs-Welten kombiniert – sofern man Verbrennungsmotoren denn überhaupt noch etwas Positives abgewinnen kann.

Bei der Auswahl der Fahrzeugklassen haben Sie heute schon eine breite Auswahl. Vom Kleinwagen über die Premium-Limousine bis zum Großraumtransporter (wie beispielsweise den frisch vorgestellten Renault Master Z.E), ist für jeden Einsatz das passende Fahrzeug dabei. In unserer Ladezeitenübersicht finden Sie die wichtigsten Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge mit allen Eigenschaften, die für Ihren Alltag zählen.

3. Ladeinfrastruktur ist kostenintensiv und mit großen Risiken verbunden

Das Laden eines Elektroautos ist keine Rocket Science. Um eine Lademöglichkeit am Unternehmensstandort zu errichten, reicht in der Regel eine kostengünstige Ladestation, die von einem qualifizierten Elektroinstallateur an die Gebäudeinstallation angeschlossen wird. Damit kommen viele Vorteile ins Haus, wie höhere Ladeleistungen und damit eine Reduzierung der Standzeit auf ein Minimum. Die Preise variieren je nach Modell und Ausstattung, reißen aber definitiv kein Loch in das Firmenbudget. Wichtig ist aber stets, dass Sie sich zukunftsorientiert aufstellen und im besten Fall auf eine intelligente Ladestation zurückgreifen, die weitere Vorteile besitzt. Dazu zählt die Möglichkeit, Ihren Strom richtig abzurechnen, via Backend auf Ladedaten online zuzugreifen oder die Ladestation in das Energiesystem Ihres Gebäudes zu integrieren. Eine eventuell vorhandene PV-Anlage kann integriert und die Ladestation durch Lastmanagement aktiv gesteuert werden. Erfahren Sie schnell und unkomplizert, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Zur fertig installierten Ladestation fehlt dann nicht mehr viel – das Leben mit Elektroautos ist genauso einfach wie früher.

4. Unser Unternehmen hat keinen Vorteil von der Elektromobilität

Nicht nur in puncto der Kosten profitieren Unternehmen von Elektroautos. Sie haben auch großen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und damit automatisch auf das Thema CSR (Corporate Social Responsibility), also die Sozialverantwortung Ihres Unternehmens. Nachhaltigkeit in Ihrer Unternehmensstrategie und Innovation gehen Hand in Hand, schaffen Vertrauen und sind ein wichtiger Erfolgsfaktor. Der Fuhrpark ist durchaus als Aushängeschild für ein Unternehmen zu sehen. Viele Unternehmen haben zudem bereits ambitionierte CO2 Ziele für Ihren Fuhrpark. Elektroautos stoßen lokal keinerlei Stickoxide und CO2 Emissionen aus und bei Betrieb mit Ökostrom sind sie sogar zu 100% klimaneutral.  Und was macht sich wohl besser: Ein dynamisches, nachhaltiges Fahrzeug mit Zukunft oder ein Auto, das zukünftig aus Innenstädten ausgeschlossen wird und erst kürzlich als Umweltkatastrophe deklariert wurde? Das Image Ihres Unternehmens, aber auch die Umwelt, wird Ihnen den Umstieg auf Elektromobilität danken. Darüber hinaus lässt sich die Umrüstung Ihres Fuhrparks hervorragend in Ihren nächsten Nachhaltigkeitsbericht integrieren.

5. Beim Thema Steuern gibt es viele Barrieren, die Elektroautos zum Bürokratiemonster machen

Die Bundesregierung hat ihre Hausaufgaben gemacht und zusammen mit dem Fiskus wurde das Leben mit einem Elektroauto deutlich erleichtert. Laden am Arbeitsplatz wird im Jahr 2020 ca. 38% der Ladevorgänge ausmachen*, daher darf es hier auf keinen Fall Barrieren geben. Das Laden beim Arbeitgeber gilt bis 2020 nicht mehr als geldwerter Vorteil und auch bei der Privatnutzung von elektrischen Dienstwägen wurde eine Reduzierung des geldwerten Vorteils erreicht. Von wegen Bürokratiemonster, es wird noch besser: Fahrzeuge mit Neuzulassung ab Mai 2011 sind für 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit. Diskussionen über eine Erhöhung der KFZ-Steuer oder gar über die PKW-Maut (die ja bekanntlich an die KFZ-Steuer gekoppelt wird) können Sie somit getrost links liegen lassen. Auch gilt ein Arbeitgeber im Sinne des Stromsteuergesetzes nicht mehr als Versorger, wenn dieser Strom an Mitarbeiter abgibt, sondern als Letztverbraucher. Dadurch wird Ihr Unternehmen aktiv von bürokratischen Pflichten entlastet.

6. Das Abrechnen von Ladevorgängen ist kompliziert und lohnt sich für mein Unternehmen nicht

Es gibt unterschiedliche Szenarien, in denen die Abrechnung eines Ladevorgangs eine Rolle spielt. Auch wenn Sie sehr wohlwollend mit Ihren Mitarbeitern gestellt sind, den Strom müssen Sie nicht zwangsweise verschenken. Intelligente Ladestationen bieten die Möglichkeit, die Ladevorgänge kilowattstundengenau mit Mitarbeitern und Gästen abzurechnen. Für jedes Einsatzgebiet gibt es auf Wunsch das passende Backend zur Ladestation dazu. Arbeitnehmer mit Dienstwagen, die nun zuhause eine seitenlange Stromrechnung erwarten, können ebenfalls aufatmen. Auch hierfür gibt es entsprechende Backendlösungen, damit der Arbeitgeber für diejenigen Stromkosten aufkommt, die der Dienstwagen beim Laden zuhause verursacht. Abrechnungslösungen sind ein essentielles Erfolgskriterium für Elektromobilität in Unternehmen.

Den Einsatzmöglichkeiten sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Sie können Ihre Ladestation am Unternehmensstandort sogar öffentlich zur Verfügung stellen, mit diesem Service Geld verdienen und sich dadurch zusätzlich die Anschaffung und Installation der Ladestation fördern lassen. Elektromobilität ist bunt, lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Nachhaltige Mobilität in Unternehmen hat großen Einfluss auf uns alle, sind doch zwei Drittel der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge im gewerblichen Einsatz. Viele Fuhrparkmanager konnten wir bereits von der Elektromobilität überzeugen, denn die Argumente liegen auf der Hand. Sie möchten nun, dass Elektromobilität auch in Ihrem Unternehmen Einzug erhält? Lassen Sie uns darüber sprechen, wir unterstützen Sie gerne bei Ihrem Vorhaben. Und spätestens, wenn ein Elektroauto mit Ihrem Logo auf dem Firmenparkplatz steht und Sie die positive Resonanz von Kunden, Mitarbeitern und der Finanzabteilung erhalten, können Sie sich zurecht auf die Schultern klopfen: Chapeau, alles richtig gemacht.

 

*Quelle: BDED/AT Kearney

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